Inzenierung „Josettihöfe“

In einem Investorenwettbewerb sollte das bestehende Jugendstilensemble „Josettihöfe“ in Berlin, für die Nutzung durch die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ umgebaut werden.

Vergleichbar mit den „Hackeschen Höfen“ ist das Josetti-Ensemble mit seinen Jugendstilfassaden zur Straßen- und zur Wasserseite reich verziert und aufwändig gestaltet. Die Fassaden der Innenhöfe hingegen spiegeln bespielhaft die Schnörkellosigkeit und Gradlinigkeit alter Industriefassaden wieder. Um diese Eigenwirkung zu erhalten, musste bei den geplanten Ein- und Umbauten mit besonderer Sensibilität vorgegangen werden.

Das vorgegebene Raumprogramm der Schauspielschule machte im Innern des Gebäudes eine umfangreiche Neuordnung der Räume notwendig. Im Außenbereich beschränken sich die Umbaumaßnahmen auf den dritten Innenhof. Dieser sollte durch eine Glasüberdachung eine neue Nutzung als Foyer mit Einbauten der Schauspielschule erhalten. Die vorhandenen Fassaden wurden dabei nicht verändert. Dem Industriecharakter des Gebäudes entsprechend sollten moderne Materialien der aktuellen Industriearchitektur verwendet werden.